Stochastische Resonanztherapie (SRT)

... wurde von Prof. Dr. Dietmar Schmidtbleicher und Dr. Christian Haas an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main entwickelt.

Sie ist eine hoch wirksame, schmerzfreie Therapie und basiert auf der Einleitung mechanischer Reize. Dabei handelt es sich nicht um Elektro- oder Vibrationstherapie.

Die über die Füße eingeleiteten stochastischen Reize wirken direkt auf die Zellen des Nervensystems, der Muskeln und der Knochen. Diese direkte Stimulation der Zellen bewirkt die Aufrechterhaltung der jeweiligen Zellfunktionen, aktiviert die zelleigenen Selbstheilungs- und Reparaturkräfte und schützt die Zellen u.a. vor dem sogenannten „Programmierten Zell-Tod“.

Aufgrund der direkten Zellwirkung werden ganz zentrale Hirnbereiche der Bewegungssteuerung erreicht und gefördert. Hieraus erklärt sich das große Anwendungsspektrum, insbesondere bei orthopädischen und neurologischen Krankheitsbildern.

Durch die Aufrechterhaltung und Optimierung von Zellprozessen ergibt sich auch präventiver Einsatz bei gesunden Personen bis hin zur Leistungssteigerung im internationalen Spitzensport.

Wie funktioniert die Stochastische Resonanz-Therapie?

Die SRT baut auf einer der wichtigsten Funktionen des menschlichen Nervensystems auf: Durch zahlreiche Rezeptoren (Sensoren) in der Muskulatur, den Sehnen, der Haut, den Gelenken usw. ist der Mensch in der Lage festzustellen, in welcher Position sich sein Körper oder einzelne Teile seines Körpers befinden, d.h., ob er z. B: steht oder sitzt, oder ob und wie er sich bewegt.

Melden die Rezeptoren immer das Gleiche, beispielsweise wenn sich der Körper gar nicht oder nur gleichförmig bewegt, werden diese Meldungen für das Gehirn uninteressant.

Werden allerdings ständig wechselnde, neue Meldungen erzeugt, wird das Gehirn aktiviert. Gleichzeitig wird es trainiert, diese neuen Informationen schnellstmöglich zu verarbeiten. Je besser dies funktioniert, desto besser kann auch die Muskulatur durch das Gehirn gesteuert werden.

Wenn man kein Muskeltraining macht, bzw. sich zu wenig bewegt, bildet sich die Muskulatur zurück, ähnliches passiert auch im Nervensystem. Werden Nervenzellen nicht laufend aktiviert, nimmt der Informationsfluss ab. Mit der Stochastischen Resonanztherapie kann man diesem Verlust entgegenwirken!

Wie wirkt die Stochastische Resonanz-Therapie?

Durch den stochastischen Resonanzreiz ausgelöst, werden im Körper kurzfristig muskuläre und neuronale Aktivität stark angeregt. Es kommt zu einem besseren Gleichgewicht und einer verbesserten Gehfähigkeit durch eine erhöhte Koordinationsfähigkeit. Die entstehenden Umbauprozesse im Nervensystem ermöglichen längerfristige Anpassungen.

In der Folge kommt es zu:

  • Verbesserung des motorische Lernens
  • Informationsselektion im Gehirn und Freisetzung von Neurotransmittern (z.B. Dopamin)
  • Verbesserung der Funktionsweise und des Wachstum von Nervenzellverbände und Schutz der Nervenzellen
  • Verbesserung der Aktivierung von Hirnarealen
  • Verbesserung der Gehfähigkeit und der Gleichgewichtsregulation durch optimierte Wahrnehmung und Reflexsteuerung
  • Verbesserung des Knochenstoffwechsel und Erhöhung der Knochenfestigkeit

Diagnosen, deren Verlauf günstig durch die SRT beeinflusst werden:

Orthopädie:

Osteoporose, Bandplastiken, Endoprothesen, Frakturen, Muskuläre Dysbalance, Rupturen

Neurologie:

Amyothrophische Lateralsklerose (ALS), Querschnittslähmung, M. Parkinson, M.Sudeck, Multiple Sklerose (MS),Neuropathien, Restless Legs Syndrom(RLS)

Sonstiges:

ADS, ADHS bei Kindern, Ataxie, Harn Inkontinenz, Depression, Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Sturzprophylaxe, Koordinationstraining

Quellen: www.sr-therapiesysteme.eu

 

 

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